Der Grenzgänger

Von der Todeszone zum Lebensraum – - – - – - – - Eine innerdeutsche Spurensuche – - – - – - – - – - -

5. Januar 2014
von Schwanfelder
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Von der Todeszone zum Lebensraum

Wir begeben uns auf eine Reise, von Prex in Bayern nach Klütze in Mecklenburg-Vorpommern und folgen dabei der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Sie ist 1378 Kilometer lang (andere behaupten 1393 Kilometer). Unsere Reise wird länger weil wir Abstecher machen – beiderseits der alten, fast vergessenen Grenze: Was unser Stichwort ist. Wir wollen, dass die Grenze nicht vergessen wird. Im Gegenteil, sie soll bereist, besichtigt, angefasst werden. Sie ist ein Teil unserer Geschichte und sie ist (oder sollte sein) ein Tourismus-Magnet. Ich will Sie verführen, an die Grenze zu reisen, sie sich anzusehen. Im Laufe des Jahres 2014 werden Sie hier lesen, wie ich die Grenze erlebt habe. Dazu kommen Informationen über Gedenkstätten, aber auch über malerische Ortschaften. Außerdem Wissenswertes rund um die Region. 2014 ist ein gutes Jahr, der Grenze einen Besuch abzustatten, denn seit 25 Jahren hat sie ihren Schrecken verloren, geben ihre Überreste nur noch steinernes Zeugnis ab. Was immer noch staunenswert ist.
Wenn Sie das alles auf einmal lesen wollen laden Sie sich mein Buch herunter.

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17. September 2015
von Schwanfelder
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Von dpa geschrieben, von vielen Zeitungen veröffentlicht

Spuren der Teilung: Deutsche Zeitgeschichte entlang des Grünen Bandes

Von: Nora Wanzke, dpa
Letzte Aktualisierung: 17. September 2015, 11:26 Uhr

 

Grün ist die Grenze wahrlich am Point Alpha, dem alten Camp der US-Streitkräfte aus der Zeit des Kalten Krieges. Foto: dpa/Werner Schwanfelder

Berlin. Schüsse, Tote, Scheinwerferanlagen: Der Eiserne Vorhang war eine fast unüberwindbare Grenze. Knapp 1400 Kilometer teilten Deutschland im Kalten Krieg in Ost und West, in Sozialismus und Marktwirtschaft. Hier wurden Flüchtlinge erschossen, Familien getrennt und die Reisefreiheit eingeschränkt. Vor 25 Jahren war die Wiedervereinigung – ein Jahr zuvor fiel die Mauer. Was ist heute davon übrig geblieben? Weiterlesen →

16. September 2015
von Schwanfelder
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East Side Gallery

Sie befindet sich in der Mühlenstraße Ein kurzer Sprung vom Ost-Bahnhof entfernt. Die Reste der Maueranlage. Bemalt. Nicht verschmiert. Ordentlich eingeteilt in Bilder, sauber bemalt. Gegenständlich. Mit Aussagekraft, die einem das Blut gefrieren lässt. Ein Dokument der Geschichte.
Seid Ihr in Berlin, geht hin und seht Euch diese Gallery an. Verweilt. Nehmt Euch Zeit, Lebt das Erlebnis.

 

Mehr Bilder über die East Side Gallery findet man hier.

 

Ber.Mauerbild.10.09 ( 1) Ber.Mauerbild.10.09 ( 2) Ber.Mauerbild.10.09 ( 3) Ber.Mauerbild.10.09 ( 4) Ber.Mauerbild.10.09 ( 5) Ber.Mauerbild.10.09 ( 6)

Berlin 2015 Mauerpark ( 3)_Kopieklein

15. August 2015
von Schwanfelder
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Bemalte Geschichte, Teil 2

Mauerpark, ein Fest der Farben
Der Mauerpark befindet sich zwischen den Stadtteilen Wedding und Prenzlauer Berg (genauere Adresse: Eberswalder Straße/Schwedter Straße). Mauerpark – zunächst  eine ruhige, friedliche Grünanlage, jedoch ehemals Todesstreifen der ehemaligen DDR-Grenzanlagen. Und Mauer – ein 300 Meter langer Rest der Hinterlandmauer hat man bewahrt. Im Laufe der Jahre gab es verschiedene Nutzungen – angefangen mit einem Exerzierplatz im 19. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert Todesstreifen. Nach der Grenzöffnung Naherholung. Der Park ist ein beliebter Treffpunkt mit Amphitheater, sonnigen Sitz- und Liegeplätzen am Hang. Weiterlesen →

Berlin 2015 Teufelsberg ( 78)_Kopie

9. August 2015
von Schwanfelder
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Bemalte Geschichte, Teil 1

In Grünewald gibt es den Teufelsberg, ein Monument der Geschichte.

Im 19. Jahrhundert beginnt die Emanzipation Berlins. Aus dem Residenzstädtchen wird eine Weltmetropole. Eine Folgeerscheinung ist, dass immer mehr Grüngebiete bebaut werden. Um den Grunewald vor diesem Schicksal zu schützen wird er 1915 durch den „Zweckverband Groß-Berlin“ aufgekauft. Ein „Dauerwaldvertrag“ bestimmt, dass das Waldgebiet nicht bebaut werden darf.

Das ändert sich mit den Nationalsozialisten. Sie erbauen 1937 den Bau einer „Hochschulstadt“ im nördlichen Grunewald. Gemeinsam mit dem Olympia-Gelände soll sie das westliche Tor zu Hitlers und Speers „Welthauptstadt Germania“ werden.
Die „Wehrtechnischen Fakultät“ ist jedoch der erste und einzige Bau dieser Planungen. Weiterlesen →

Himmel Selektion (2)

15. Juni 2015
von Schwanfelder
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39 angekommen und zurückgesehen

Vergeben, aber nicht vergessen

 

Manchmal lese ich in der Bibel. Bereits dort steht geschrieben:

 

So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, ich habe kein Gefallen am Tode des Gesetzlosen (Dazu zählen die gottlosen SED-Funktionäre und die Mörder an der Grenze), sondern dass der Gesetzlose von seinem Wege umkehre und lebe! (Ich habe nichts dagegen, wenn er wieder Karriere macht und Verantwortung übernimmt). Kehret um, kehret um von euren bösen Wegen!

Wenn ich dem Gerechten sage, dass er gewisslich leben soll, und er verlässt sich auf seine Gerechtigkeit und tut unrecht: So wird aller seiner gerechten Taten nicht gedacht werden, und wegen seines Unrechts, das er getan hat, deswegen wird er sterben. (Ihr Gerechten aus der alten BRD, wenn Ihr eine Finanzkrise anzettelt seid ihr schuldig und ich rechne Euch die ganzen Spenden in den vorangegangenen Jahren nicht an.) Weiterlesen →

Klütz.13 ( 6)

19. Mai 2015
von Schwanfelder
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38. Von Lübeck nach Klütze, Teil 11, touristische Hinweise

 

Dassow

Der Name “Dassow” ist slawischen Ursprungs und wird auf das slawische Wort für Dornbusch bzw. Gestrüpp zurückgeführt. Im Jahre 1188 wird erstmals das Land Dassow “terra Dartsowe” erwähnt, der Ort erstmals im Jahr 1219. Die meisten der umliegenden Dörfer, die heutigen Ortsteile, werden im Ratzeburger Zehntregister von 1230 erwähnt. Im Spätmittelalter entwickelte sich Dassow zum Marktflecken, im Jahre 1938 erhielt Dassow das Stadtrecht. Weiterlesen →

19. Mai 2015
von Schwanfelder
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38. Von Lübeck nach Klütze, Teil 10, Bilder

Schwanbeck.13 (9)

19. Mai 2015
von Schwanfelder
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38. Von Lübeck nach Klütze, Teil 9

Die Aalsuppe

 

Die Aalsuppe kann man nur in Norddeutschland essen. Und das passt jetzt richtig gut. Ich bin nicht in Ostdeutschland, nicht in Westdeutschland, sondern in Norddeutschland. Wenn ich über meine Reise nachdenke, dann stelle ich fest, dass es zwischen Norddeutschen und Süddeutschen viel mehr Unterschiede gibt als zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen. Im Norden wird alles teuerer, nimmt die Bevölkerungsdichte ab, gibt es weniger Wein und sogar weniger Biersorten. Ich stelle dies nur fest, es hat mich nicht gestört. Ich habe die Eigenheiten eines jeden Landstrichs genossen. Weiterlesen →

Schwanbeck.13 (3)

15. Mai 2015
von Schwanfelder
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38. Von Lübeck nach Klütze, Teil 8

Mein Mann war IM

 

Die letzte Geschichte, die ich zu erzählen habe ist eigentlich nicht erzählenswert. Natürlich habe ich der älteren Dame auch über meine Reise berichtet. Sie fand die Idee sehr gut und sie werde sich das Buch auf jeden Fall kaufen und aufmerksam lesen.

Ich habe das Gefühl, dass sie mir etwas sagen will. So bleibe ich still in ihrem Wohnzimmer sitzen und schlürfe den Tee, den sie mir angeboten hat.

„Es fällt mir schwer, in unserer heutigen Welt zurechtzukommen.“ sagt sie. „Vielleicht ist es auch nicht mehr so wichtig, denn wir haben unser Leben gelebt. Wir selbst empfanden das Leben in der DDR nicht so schlimm. Aber wir kannten ja nichts anderes. Wir hatten durchaus unser kleines Glück gefunden.“ Weiterlesen →