Der Grenzgänger

Von der Todeszone zum Lebensraum – - – - – - – - Eine innerdeutsche Spurensuche – - – - – - – - – - -

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Bemalte Geschichte, Teil 2

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Mauerpark, ein Fest der Farben
Der Mauerpark befindet sich zwischen den Stadtteilen Wedding und Prenzlauer Berg (genauere Adresse: Eberswalder Straße/Schwedter Straße). Mauerpark – zunächst  eine ruhige, friedliche Grünanlage, jedoch ehemals Todesstreifen der ehemaligen DDR-Grenzanlagen. Und Mauer – ein 300 Meter langer Rest der Hinterlandmauer hat man bewahrt. Im Laufe der Jahre gab es verschiedene Nutzungen – angefangen mit einem Exerzierplatz im 19. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert Todesstreifen. Nach der Grenzöffnung Naherholung. Der Park ist ein beliebter Treffpunkt mit Amphitheater, sonnigen Sitz- und Liegeplätzen am Hang.

 

Irgendwann eroberten Künstler die Mauerreste. Auf den Betonelementen entstanden Kunstwerke, satt in Farbe. Fast grell, bunt, überschäumend. Mehr Farbe geht nicht. Mehr Grelltöne sind nicht möglich. Doch, immer noch arbeiten Künstler an den Werken, wird Schicht auf Schicht aufgetragen. So verändern sich die Kunstwerke, nehmen Gestalt an und verlieren auch wieder Kontur. Farbe auf Mauer lebt von Kontrast, wie Kreativität auf Tod, Todesmauer kontrastet. Es kann nicht schöner sein, der Schrei für den Frieden.

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Ein Kommentar

  1. Zum Mauerpark: Immer neu daran arbeiten, altes nutzen und neues entstehen lassen, besser geht Leben nicht und die Künstler an der Mauer zeigen uns das!!!
    Danke für die tolle Grenzgänger-Geschichte, sie ist wirklich nötig und sehr interessant.

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