Der Grenzgänger

Von der Todeszone zum Lebensraum – - – - – - – - Eine innerdeutsche Spurensuche – - – - – - – - – - -

045.Rappershausen.32

15. Von Irmelshausen nach Behrungen Teil 5: touristische Hinweise

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Deutsch-deutsches Freilandmuseum

Im Jahr 1999 entdeckte eine unterfränkische Familie eher zufällig die dem Verfall überlassenen Reste der früheren DDR-Grenzbefestigung bei Behrungen in Thüringen. Zu diesen Baulichkeiten gehörte ein ehemaliger Wachturm, dieser wurde bis 1990 von den DDR-Grenzsoldaten militärisch genutzt. Auch Fragmente der Zaunsperren sowie diverse Fahrwege fanden sich noch im Areal.

Nach kurzer Überlegung wurde der Grenzturm samt Umland erworben. Innerhalb einer ca. einjährigen Gestaltungsphase wurde nun der Turm sprichwörtlich durch private Hand an Wochenenden sowie Urlaubs- und freien Tagen komplett renoviert. Mehrere tausend Arbeitsstunden mussten hierfür aufgewandt werden. Auch die finanziellen Aufwendungen konnten aus eigenen Mitteln bestritten werden. Steuergelder in Form von Subventionen oder Förderleistungen des Landes, Bundes oder Europa wurden nicht in Anspruch genommen. In den weiteren Monaten erfolgte noch der Kauf von Resten des ehemaligen Grenzsignal- und Sperrzauns sowie der frühren DDR-Staatsgrenze. Auch diese Fragmente der ehemaligen DDR-Grenzanlage konnten in privater Regie  in den Originalzustand zurückversetzt werden. Ein Teil der bayerischen Landesgrenze mit Informationspunkt und Grenzmarkierungen vervollständigen das Ensemble.

Es eröffnete sich nun den privaten Initiatoren das Gesamtbild der kompletten Grenzstaffelung der früheren DDR. Somit wurde das Areal als „Mahnmal deutsch-deutscher Geschichte“ bei Behrungen gewidmet.

Mehr Informationen findet man hier.

 

Grenzwanderweg in der Rhön-Grabfeld-Region

Innerhalb des ehemaligen Grenzabschnittes 44 befindet sich das Deutsch-deutsche Freilandmuseum. Neben der komplett erhaltenen Grenzstafflung der DDR mit Grenzsignalzaun, Erdbunker, Schutzstreifen, einem Grenzturm (Führungsstelle) und der ehemaligen Staatsgrenze der DDR sind auf bayerischer Seite noch zahlreiche Relikte der westlichen Grenzkontrolle erhalten geblieben.

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Behrungen liegt in der Talaue des Baches “Bahra”, an der südwestlichen Grenze des Landkreises Schmalkalden- Meiningen, ca. 25 km südlich von Meiningen, 11 km von Römhild, 9 km von Mellrichstadt und 20 km von Bad Königshofen. Erstmalig wurde der Ort unter dem Namen “Villa Pahringe” im Jahr 795 erwähnt.

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Behrungen in Thüringen

Behrungen liegt in der Talaue des Baches “Bahra”, an der südwestlichen Grenze des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, ca. 25 km südlich von Meiningen, 11 km von Römhild, 9 km von Mellrichstadt und 20 km von Bad Königshofen. Erstmalig wurde der Ort unter dem Namen “Villa Pahringe” im Jahr 795 erwähnt.

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Das Freilandmuseum bei Behrungen zeigt einen guten Überblick über die “Anlage” der Grenze, da es recht weitflächig angelegt ist. Jeden 3. Sonntag im Monat finden ab 14 Uhr Führungen statt ) 2.- Euro, so erfährt man auf einer Informationstafel.

Brandaktuell ist die Grenze hier auch heute, wurde doch sogar noch 2001 eine Tretmine gefunden. Und der “Ost-” Beobachtungsbunker (unten im Bild) wurde gar gestohlen und tauchte erst nach einigen Wirren wieder auf.

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