Der Grenzgänger

Von der Todeszone zum Lebensraum – - – - – - – - Eine innerdeutsche Spurensuche – - – - – - – - – - -

Marienborn.13. (90)

30 Von Hötensleben nach Helmstadt, Teil 11, Touristische Hinweise

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Willkommen in Schöningen

In einer der vielseitigsten Landschaften im Herzen Deutschlands liegt – reich an bau- und kulturhistorischen Zeugnissen – die älteste Stadt im Braunschweiger Land. Als Bürgermeister freue ich mich, Sie hier auf der Homepage der Stadt Schöningen begrüßen zu dürfen.
Weit über Stadt- und Landesgrenzen hinaus ist Schöningen als die „Stadt der Speere“ bekannt. Zu verdanken ist dieser Ruhm dem Fund der ältesten Jagdwaffen der Menschheit. Weltweit sind die ca. 300.000 Jahre alten Holzartefakte heute als die „Schöninger Speere“ berühmt. Ihre Entdeckung revolutionierte die Evolutionsgeschichte des europäischen Urmenschen. Ein archäologischer Fundkomplex, der seinesgleichen sucht, wurde hier vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in den vergangenen drei Jahrzehnten gehoben. Im Juni 2013 eröffneten wir das paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere, und damit eine der modernsten Ausstellungen ihrer Art. Auf www.palaeon.de erhalten Sie alle Informationen zum dortigen Geschehen. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Die Schöninger Speere

Schöningen im Jahr 1994: Im Rahmen einer Rettungsgrabung machen Archäologen im örtlichen Tagebau eine Entdeckung, die unser Bild vom Urmenschen auf den Kopf stellt.

Dr. Hartmut Thieme vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) ist der Entdecker der weltberühmten Schöninger Speere. Seit 1983 führte der Archäologe mit seinem Team im Vorfeld des Schöninger Tagebaus Rettungsgrabungen durch. Die Krönung seiner Bemühungen war zwischen 1994 und 1998 die Entdeckung mehrerer, vollständig erhaltener Holzartefakte aus der Altsteinzeit – ein Fund der seinesgleichen sucht und ihren Finder in Fachkreisen weltbekannt machte. Die Schöninger Speere sind mit einem Alter von etwa 300.000 Jahren die bisher ältesten erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit. Mit dem paläon – Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere wird Thiemes Fund gebührend für interessierte Besucher und Fachleute aus der ganzen Welt in Szene gesetzt.

Inmitten eines Jagdlagerplatzes finden sie mehr als 10.000 Knochen von Wildpferden sowie sieben Holzspeere, weitere Speerbruchstücke, eine Lanze und ein Wurfholz. Eine echte Weltsensation. Denn niemals zuvor wurden so alte und vollständig erhaltene Jagdwaffen aus Holz gefunden. Etwa 300.000 Jahre blieben die Fundstücke dank ungewöhnlich günstiger geologischer Verhältnisse erhalten. Die Nachricht vom sensationellen Fund der Schöninger Speere geht um die Welt. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Ortsteil  Nachterstedt

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Nachterstedt findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 961. Der Name bedeutet “der bewohnte Platz”. Der ursprüngliche Ort wurde zwischen 1925 und 1950 abgerissen und neu aufgebaut, wodurch der alte Dorfcharakter verloren ging, die Einwohner wurden aber durch ein modernes Gemeinwesen entschädigt.

Das Wappen mit Fisch und Schwan ist aus dem Umstand entstanden, dass sich hier ein See befand, der eine Grundlage der Ernährung der Bevölkerung bildete, bis er 1710 trocken gelegt wurde. Nun ist das Wappen Symbol für den wieder entstehenden See.

Zwischen 1842 und 1990 war Nachterstedt Mittelpunkt des Braunkohleabbaus in unserer Region. Die Nachterstedter Grube war im Jahr 1905 die größte Braunkohlegrube Preußens.

1963 arbeiteten im Braunkohlewerk über 6500 Beschäftigte. Nach der Wende erwiesen sich allerdings die Betriebe des Braunkohletagebaus Nachterstedt/ Schadeleben und Königsaue unter dem Aspekt eines freien energiewirtschaftlichen Wettbewerbs als nicht mehr konkurrenzfähig. Der Abbau- und Förderbetrieb wurde daraufhin im Jahr 1991 eingestellt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Reinsdorf

Zu den besonderen Orten unserer Gemeinde gehören eine große Vielfalt an Denk- und Mahnmalen.

Am 18. Juni 1871 wurde in Reinsdorf nach der Ratifizierung des Friedensvertrages zwischen dem 16. und 18. Mai 1871 im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 eine Friedenseiche gepflanzt und am Standort ein Steinerner Tisch mit der Widmung „Erinnerung an die Friedenseiche am 18. Juni 1871“ aufgestellt.

Am Samstag, dem 18. Juni 2011 beging das Mahnmal „Friedenseiche und Steinerner Tisch“ das 140-jährige Jubiläum. Dieser Ort war und ist ein beliebtes Wanderziel der Reinsdorfer und Pöhlauer Bürgerschaft. Bei guter Sicht hat man von hier einen sehr schönen Blick über unsere Gemeinde, das Wildenfelser Zwischengebirge, das Erzgebirge und das Vogtland. Durch die zahlreichen Steinkohlenschächte auf Reinsdorfer, Pöhlauer und Zwickauer Flur gab es auf diesen Höhenrücken zahlreichen Pendelverkehr, um die Schächte fußläufig zu erreichen. In unmittelbarer Nähe des Standortes der Friedenseiche liegt auch die Hohe und Freitagstraße, die uns aus dem Mittelalter u.a. als Salzstraße bekannt sind. Heute schlummert das Mahnmal vor sich hin und wird in der Regel nur noch von Wanderern besucht, in der Nähe liegen die Wasserhochbehälter und der Triangulierungsstein des erzgebirgischen Beckens. Östlich des Standortes der Friedenseiche befand sich die „Lutherlinde“ auf der Bergkuppe nord-westlich unserer evangelisch-lutherischen St. Jacobus Kirche, die 1883 zur Feier des 400. Geburtstages von Dr. Martin Luther durch die Schützengesellschaft Reinsdorf gepflanzt wurde. Historische Orte werden durch unsere Gemeinde als wertvolles historisches Kleinod gehegt und gepflegt, in Vorbereitung des Jubiläums in dieser Woche ist vorgesehen, dass die Bänke am Steinernen Tisch entsprechend erneuert werden. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Hohnsleben: Bilder von der Grenze

Mehr Informationen finden Sie hier.

Sommersdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehört der Verbandsgemeinde Obere Aller an, die ihren Sitz in der Gemeinde Eilsleben hat. Der Ort Sommersdorf befindet sich im Süden des „Lappwaldes” am Rande des Landschaftsschutzgebietes „Harbke – Allertal”, unweit der Landesgrenze zu Niedersachsen (die niedersächsischen Städte Helmstedt und Schöningen sind 8 km bzw. 9 km entfernt). Er kann durch die L 106, K 1372 und die K 1373 erreicht werden. Die nähere Umgebung zwischen Aller, Lappwald und Elm ist hügelig und weist Höhen bis 200 m ü. NN auf („Fuchsberge” 202 m, „Hochberg” 200 m ü. NN). Der höchste Punkt ist der „Heidberg” mit 211,1 m. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Gemeinde Sommersdorf liegt im Bereich der südlichen Ausläufer des Höhenzuges Lappwald, unweit der Landesgrenze zu Niedersachsen (die niedersächsischen Städte Helmstedt und Schöningen sind 8 km bzw. 9 km entfernt). Die nähere Umgebung zwischen Aller, Lappwald und Elm ist hügelig und weist Höhen bis 200 m ü. NN auf („Fuchsberge“ 202 m, „Hochberg“ 200 m ü. NN). Der höchste Punkt ist der „Heidberg“ mit 211,1 m.
Die waldreiche Umgebung ist durch eine Vielzahl von Seen geprägt, die ihren Ursprung im Bergbau haben. Reizvoll ist das von einem wunderschönen Laubwald umgebene Naturbad, einem rekultivierten Restloch eines früheren Erztagebaus. 983 erstmals erwähnt, ist Sommersdorf unmittelbar mit der gegen die Slawen errichteten Grenzfeste Sommerschenburg entstanden. Dieses typische Bauerndorf stand seither immer in Abhängigkeit zu dieser Burg.
983 erstmals erwähnt, ist Sommersdorf unmittelbar mit der gegen die Slawen errichteten Grenzfeste Sommerschenburg entstanden. Dieses typische Bauerndorf stand seither immer in Abhängigkeit zu dieser Burg. Im Mittelalter wechselten die Besitzer stetig, Zerstörungen der Burg folgte der Wiederaufbau im Mittelalter wie auch später im Dreißigjährigen Krieg. 1680 fiel Sommersdorf an Brandenburg, wurde kurfürstliche Domäne und Amtssitz Mehr Informationen finden Sie hier.

An der Bundesautobahn 2 zwischen Helmstedt und der Ausfahrt Alleringersleben ragen zwischen großflächig überdachten Baracken und zweistöckigen Gebäuden hohe Lichtmasten in den Himmel – die Skyline der ehemaligen Grenzübergangsstelle  (GÜSt) Marienborn.

Dieser Ort war bis 1989 das Nadelöhr zwischen Ost und West. Marienborn war Synonym für eine Grenze, die nicht nur Deutsche von Deutschen trennte, sondern Europa, die Welt in zwei sich feindlich gegenüberstehende militärisch- politische Machtblöcke, in zwei konkurrierende Wirtschaftssysteme, in zwei philosophisch-ideologische Systeme und Interessensphären spaltete. Die am 1. Juli 1945 errichtete Alliierte Kontrollstelle entwickelte sich im Verlauf des Kalten Krieges zur größten und bedeutendsten Grenzübergangsstelle an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Allein von 1985 – 1989 wurden hier 34,6 Millionen Reisende abgefertigt. Etwa 1.000 Menschen arbeiteten auf der GÜSt in den Bereichen Passkontrolle und Zoll, bei den Grenztruppen der DDR und als Zivilbeschäftigte. Mehr Informationen finden Sie hier.

Ein Stück Geschichte am Wegesrand der Bundesautobahn A2 Hannover-Berlin: Der Grenzübergang Marienborn war die größte und bedeutendste DDR-Kontrollstelle an der innerdeutschen Grenze. Auf dem 35 Hektar großen Gelände versahen bis zum Schluss rund 1.000 DDR-Grenzer, Zöllner, MfS- und Zivilangestellte ihren Dienst, die allein zwischen 1985 und 1989 ca. 35 Millionen Reisende abfertigten. Am 30. Juni 1990 – 45 Jahre nach seiner Errichtung – wurde der Kontrollpunkt geschlossen. Heute steht die Anlage zu großen Teilen unter Denkmalschutz und lädt zum informativen Rasten ein. Hier ein paar Impressionen von einem kurzen Zwischenstopp an der heutigen Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn:

Bereits am 1. Juli 1945 war hier von den alliierten Siegermächten unmittelbar an der Demarkationslinie zwischen der britischen und der sowjetischen Besatzungszone ein Kontrollpunkt eingerichtet worden. Nach der Gründung von Bundesrepublik und DDR wurde mit dem Ausbau der Grenzübergangsstelle (GÜSt) begonnen. Da diese den mächtigen Männern in der DDR in der Folgezeit jedoch als unzureichend gesichert erschien, wurde zwischen 1972 und 1974 für über 70 Millionen Mark (Ost) diese zweite Grenzübergangsstelle Marienborn errichtet. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Erinnerungen: Grenzübergangsstelkle Marienborn

Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Legende von Marienborn

Einst weidete der fromme Hirt Conrad in der Gegend um Marienborn seine Herde.
Eines Tages war er mit seinen Schafen im Mordtale an einem Brunnen unter einer Eiche, da gewahrte er eine Schar Jungfrauen mit brennenden Fackeln, die sich in feierlichem Zuge nährten und gegen Baum und Brunnen tief verneigten.
Da er nicht wusste, was diese Erscheinung zu bedeuten habe, bat er Gott, ihm doch den Sinn zu offenbaren.

Sein Wunsch wurde erfüllt. Die Jungfrau Maria erschien ihm, wie sie von ihrem Sohn diese Stelle im Mordtale zur Ehre und zum Lobe ihres Namens erbat, und sagte dann, dass unter diesem Baume ein Altar erbaut werde, der ewig dauern würde. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

1989 – Grenzöffnung Helmstedt / Marienborn – YouTube

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

 

Marienborn war die größte und bedeutendste Grenzübergangsstelle an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Diesen besonderen Ort der Weltgeschichte können Sie zusammen mit weiteren Grenzrelikten bei der Rundfahrt Grenzenlos besichtigen. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

 

Besuch der Gedenkstätte Marienborn

An der Bundesautobahn 2 befindet sich die Gedenkstätte Marienborn, die ehemals größte und bedeutendste Grenzübergangsstelle an der innerdeutsche Grenze.

Sie wurde zwischen 1972und 1974 auf einer Fläche von 35ha errichtet. Etwa 1000 Bedienstete versahen dort ihren Dienst als Angehörige der Staatssicherheit, der Passkontrolleinheiten, des Zolls, der Grenztruppen und als Zivilangestellte. Durch die verbesserte technische Ausstattung wurden alle Reisenden, ihr Gepäck oder ihre Fahrzeuge lückenlos kontrolliert. Allein zwischen 1985 –1989 wurden 34,6 Millionen Reisende abgefertigt. Die Kontrollen an der Grenzübergangsstelle wurden am 1. Juli 1990 um 0.00Uhr eingestellt. Am 13. August 1996 eröffnete Ministerpräsident Dr. Reinhard Höppner die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Mehr Informationen finden Sie hier.

Willkommen in Helmstedt…

…in einer Stadt, die seit Jahrhunderten Geschichte schreibt. Von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 952 bis zum Ende der Teilung Deutschlands blickt die ehemalige Universitäts- und Hansestadt auf eine lange und bewegte Vergangenheit zurück.

Lassen Sie sich bei einem Rundgang durch die Altstadt vom historischen Ambiente verzaubern und entdecken Sie im Zentrum zahlreiche Professorenhäuser und Fachwerkbauten aus mehreren Jahrhunderten. Bewundern Sie auch das Juleum, den palastartigen Renaissancebau der einstigen Helmstedter Universität und die großen Klosterkirchen in und um Helmstedt. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

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